Es gibt eine geheime Macht auf diesem Planeten, über die offiziell niemand spricht. Keine Regierung erwähnt sie, kein Unternehmen gibt es zu und trotzdem wissen wir alle, dass es stimmt: Millionen Katzen kennen sämtliche Firmengeheimnisse dieser Welt.
Katzen spionieren nicht. Sie sind einfach da. Sie schleichen um deinen Computer, sitzen auf deinem Schoß und tun so, als wäre der Mauszeiger auf deinem Bildschirm das spannendste Ding seit der Erfindung des Dosenöffners.
Während wir im Homeoffice von einem Call zum nächsten hüpfen, Präsentationen erstellen und hochvertrauliche E‑Mails tippen, liegt irgendwo eine Katze herum und saugt Informationen auf wie ein flauschiger Staubsauger mit WLAN. Sie tun so, als würden sie schlafen, aber wir wissen, dass das nur die Tarnung ist.
Katzen nehmen an Videocalls teil, ohne eingeladen zu sein. Sie laufen durchs Bild, setzen sich vor die Kamera, starren tief in die Seele der Kollegen und hören dabei jedes einzelne Wort. Und welcher Katzenbesitzer hat es nicht schon erlebt: Du schreibst gerade eine E‑Mail, und plötzlich sitzt eine Katze auf der Tastatur und verschickt sie an „Alle“. Aus Versehen. Natürlich. Oder?
Katzen sind die einzigen Lebewesen, die gleichzeitig anwesend und völlig desinteressiert wirken können. Sie kennen unsere Deadlines, unsere Ärgernisse, unsere genialen Einfälle und unsere peinlichen Tippfehler. Und das Faszinierende: Sie verraten nichts. Niemanden. Niemals. Nicht einmal für Leckerli. Vielleicht ist das der Grund, warum wir ihnen so vertrauen. Warum wir sie in unsere Arbeitswelt lassen. Warum wir ihnen unsere Geheimnisse anvertrauen, ohne es zu merken.
Denn am Ende des Tages gibt es nur eine Instanz, die wirklich alles weiß und trotzdem schweigt: die Katze auf unserer Tastatur.


Schreibe einen Kommentar